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Scheiterhaufen

Freitag, 6. Juni 2014

Es gibt Menschen, die wollen auf Teufel komm raus sehen, wie du scheiterst. Sie malen sich aus, wie schlecht es dir gehen wird, wenn es so weit ist. Vielleicht haben sie sogar schon die Popkorntüte bereitgestellt, weil sie sich so sehr darauf freuen, sich über dein Scheitern amüsieren zu können. Oft sind das Menschen, die selbst scheitern und es nur nicht vertragen, wenn du es nicht tust. Wenn dein Plan aufgeht und du wirklich glücklich sein kannst.
Diese Menschen versuchen, dir Stöcke in die Speichen zu stecken, damit du fällst. Sie reden dir sogar ein, dass du im Grunde deines Selbst total kaputt und am Ende bist.
Schlimmer noch: Sie akzeptieren nicht, dass du anders lebst, als sie. Dass du einen Plan hast für dein Leben und vielleicht sogar schon mehr mitgemacht hast, als sie. Vielleicht habt ihr aber auch einfach nur unterschiedliche Dinge erlebt, aber der andere stellt seine als viel schlimmer dar und lässt deine einfach im Nichts versinken, weil du dich ja eh nur anstellst und du keine Ahnung vom Leben hast.
Ja, es gibt Menschen, die wollen dich scheitern sehen. Damit sie selbst nicht mehr so schlecht darstehen, weil ihre Pläne nicht so aufgehen, wie sie es sich wünschen.
Sie nennen sich "Freunde" und wollen dich glaubend machen, dass du ohne sie total aufgeschmissen bist. Dass du ihnen bis ans Ende deines Lebens dankbar sein musst, dass sie einmal für dich da waren.


Du löst dich von ihnen, weil du merkst, dass sie eine andere Auffassung von Gönnen haben, als du es hast. Du erzählst ihnen auch einfach nicht mehr so viel von dir.
Dann beschweren sie sich, dass du nichts mehr von dir preisgibst. Sie heucheln dir vor, sie wären in Sorge. Aber in Wirklichkeit wollen sie dich nur scheitern sehen. Sie malen sich aus, warum du nichts erzählst und dass das nur daran liegen kann, weil du scheiterst und dein Gesicht bewahren willst. Und sie haben es einfach nicht verdient, auch nur einen Funken von deinen Problemen zu erfahren. Denn Probleme hast du bestimmt. Probleme hat jeder. Manche sind größer, manche sind kleiner. Manche sind einfach da und verschwinden auch wieder von selbst. Und manche bleiben ein Leben lang.
Aber, mal ganz ehrlich: Hat jemand, der dich scheitern sehen will, auch nur im Geringsten das Recht darauf, deine Probleme zu erfahren? Er trägt sie eh nicht mit dir, sondern reibt sich nur die Hände daran.

Manche Menschen haben alles von Anfang an gewusst. Sie sehen mit deinem ersten Schritt in eine Richtung bereits dein Scheitern. Sie sehen es so sehr, dass sie es sich wünschen, damit du siehst, dass sie Recht haben, dass sie immer Recht hatten.
Und dann? Dann dreh dich einfach weg und geh deinen Weg. Denn auch sie scheitern. Sie scheitern an dir und deinen Problemen. Sie scheitern an ihren eigenen Problemen, weil letztlich jeder irgendwann mal scheitert.
Nur eins, eins darfst du niemals tun: Verliere nie dich selbst und verliere niemals das Ziel aus den Augen, was du dir gesetzt hast!
Denn dann kannst du an all diesen Missgönnern vorbei rauschen und sie einfach auf der Strecke lassen. Wirf ihnen ab und zu mal einen Krumen zu, damit sie ihn zerfetzen können und dich vermeintlich aus der Ferne scheitern sehen. Denn dann weißt du, dass sie glücklich sind und vielleicht eine Zeit lang keine anderen Probleme mehr haben.
Dann kannst auch du glücklich sein, denn es gibt dann wieder Menschen auf der Welt, die keine eigenen Probleme haben, denen sie nachjagen können. Dann ist die Welt wieder ein Stückchen sauberer.


_____
EN:
There are people who want to see how you fail. They imagine how bad it is going to you when you fail. Perhaps they have even provided the popcorn because they are so very pleased to be able to laugh at your failures. Often these people are failing and just can not tolerate if you do not fail. If your plan works and you can be really happy.
These people are trying to shove sticks in the spokes so that you fall. They talk to you a fact, that you're totally broken and at the end.
Worse, they do not accept that you live differently than they do. The fact that you have a plan for your life and maybe even have gone through more than them. Maybe you have also just experienced different things, but the other is concentrated on his experiences and lets your's easily sink into nothingness because you have "no idea about life".
Yes, there are people who want to see you fail. So that they themselves no longer look like a failing because their plans do not work out the way they want it .
They call themselves "friends" and want to make you believing that you're totally in a fix without them. That you have to be grateful to them until the end of your life, that they were once there for you.
You can release yourself from them because you realize that they have a different idea of ​​treat, as you have it. You tell them just not as much of you.
Then they complain that you are not giving out anything from you anymore. They tell you they are in a worry about you. But in reality, they only want to see you fail. They paint off, why are you telling anything and that this can only be because you fail and want to preserve your face. And they just do not deserve to experience a modicum of your problems. For problems you have determined. Everyone has problems. Some are bigger, some are smaller. Some are just there and disappear again by itself, and some stay for a lifetime. 
But, let's be honest: Has anyone who wants to see you fail, even in the slightest the right to learn your problems? He will not wear them with you anyway, but only rubs his hands on it.
Some people have known everything from the beginning. They already see your failures with your first step into a direction. They see it so much that they want it, so you can see that they are right, that they were  a l w a y s  right .
And then what? Then turn away and just go your way. Because they fail, too. They fail on you and your problems. They fail because of their own problems because ultimately everyone fails at some point .
Only one thing, one thing you must never do: Never lose yourself, and never lose sight of the goal, what you have set yourself!
Because then you can rush by and just leave them on the track at all. Throw them from time to time a crumb, so that they can shred it and see you supposedly fail from a distance. Because then you know that they are happy and perhaps do not have other problems for a long time anymore.
Then you can be happy because there are again people in the world who do not have their own problems which they can pursue. Then the world is a bit cleaner again!

Das neue Mädchen in der alten Straße

Freitag, 18. April 2014

Foto by prettyandpink

Ich laufe durch die alte Straße. Die Sonne scheint. Heute säuselt nur ein leichter Wind und die warmen Sonnenstrahlen küssen sanft meine Haut.
Die Straße, in der ich aufgewachsen bin. Die Straße, in der meine Eltern heute immer noch leben. Die Straße, zu der es mich immer wieder zurückzieht.
Früher war ich das einzige Mädchen hier. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich dem Rudel Jungs anzuschließen, wenn ich nicht allein bleiben wollte. 
Ich lernte schnell, wie man sich in solch einer Gruppe durchsetzen konnte und bald schon standen die Jungs täglich vor der Haustür, um mich zum spielen abzuholen. Wir spielten Fußball oder fuhren mit unseren Motorrädern Fahrrädern wie kleine Raudis durch die Straßen. Wir spielten Turtles und die Jungs waren glücklich, eine kleine blonde April zu haben, die sie beschützen konnten. 
Sie hatten jemanden, der auf das Versteck aufpasste, während sie nach Gras für die Sandsuppe suchten. Ich kämpfte mit ihnen gegen die Kinder aus der anderen Siedlung. Bandenkriege. Dafür haben sie mir extra einen kleineren Stock angespitzt, um mir die Gegner vom Leib zu halten. 
Das war eine wunderschöne Kindheit voller Zusammenhalt, Naivität und vor allem einer Menge Spaß. 
Heute also ging ich durch die alte Straße.
Ich sah ein kleines blondes Mädchen. Sie spielte Fußball mit den Jungs, die ihr geduldig den Ball zuspielten, obwohl sie ihn nicht abfangen konnte. Sie erinnerte mich an mich selbst vor vielen Jahren und sie entlockte mir ein sanftes Lächeln auf die Lippen.
"Es wiederholt sich irgendwie alles im Leben. Immer wieder," denke ich und ging weiter.
In solchen Momenten begreife ich immer erst, wie lang das mittlerweile alles her ist und wie viel erwachsener wir alle geworden sind. Heute ist kaum noch jemand da (Nur ich wohne nur ein par 100 m weg). Wir haben alle unser Leben und jetzt gibt es neue Kinder in der alten Straße, die ihre eigenen Abenteuer erleben werden und ich werde zu einem stillen Beobachter dieser Geschichten, während ich heute meine eigenen, ganz anderen Geschichten erlebe und immer wieder ein neues Kapitel aufschlage.

____
EN: I walk through the old street. The sun is shining. Just a tender wind is whispering and the sunbeams are gently kissing my skin.
The street I grow up in. The Street my parents are still living in. The street I come back to again and again.
Earlier, I have been the only girl here. I had no choice but to affiliate with the horde of boys if I didn't want to be alone.
Quickly I learned how to achieve respect in the group and soon the boys stood outside the doorstep everyday to pick me up for playing. We played soccer or raced through the streets with our motorbikes bicycles like little rowdies. We played Turtles and the boys were happy to have a little blonde April to protect. They had a keeper for our cache while they searched for gras as ingredients for the sand soups. I fought against the other settlement's children with them. Little gang-wars. Therefore they sharpened a small stick for me to fight the enemies off. 
A wonderful childhood full of cohesion, naivety and above all a lot of fun.
So, today I went through the old street.
I saw a little blonde girl. She played soccer with the boys who patiently played her the ball, although she did not catch it. She reminds me on myself long times ago and she drew me a gentle smile on the lips. "Everything is repeating in life. Again and again," I thought and walked my way.
In such moments I recognize how long all this is gone now and how much we all have become adult. Today, no one is here anymore (only I live only a couple of 100 meters away). We have all our lives and now there are new kids in the old road, which will have their own adventures and I'm becoming a silent observer of these stories as I experience my own today, totally different stories and always open my a new chapter.

Das Holz des Stammes ist nicht besser als das der Wurzel.

Sonntag, 2. März 2014

Was ist eigentlich passiert?
Zwischen damals und heute. Ich hab mich doch eigentlich gar nicht verändert. Aber im Vergleich von früher zu jetzt bin ich zwei Welten.
Hab ich mich verändert?
Klar, man wird älter und ist einfach keine 16 mehr.
Damals waren meine Eltern noch doof und alles, was sie gesagt haben, hat genervt. Heute hole ich mir am liebsten erstmal Rat bei ihnen.
Sie gehören zu den besten Menschen meiner Welt und sie sind die, die mich am besten kennen.

Aber wann ist das passiert? Wann waren meine Eltern plötzlich nicht mehr die peinlichsten Menschen auf meiner Welt? Wann fing es an, Spaß zu machen, laut und mit verstellter Stimme "Mama!" durch den ganzen Supermarkt zu brüllen oder albern über die Straßen zu laufen und laut mit meinen Eltern zu lachen?
Mit 16 habe ich immer gedacht, meine Eltern haben keine Ahnung von mir und meinem Leben. Sie kennen mich und meinen Schwächen nicht. Schlimmer noch: Sie interessieren sich nicht für mich!
Heute weiß ich, dass sie immer auf mich aufgepasst haben. Dass meine Mama krank vor Sorge zu Hause auf mich gewartet hat, wenn ich einfach nicht nach Hause gekommen bin, weil ich mit einer Gruppe Punks im Stadtpark saß und wir bis in die frühen Morgenstunden ums Feuer tanzten und Tequila aus der Flasche tranken.
Ich war die kleine Rotzgöre, die irgendwann anfing zu rebellieren. Gegen die Norm, gegen das Benehmen und manchmal auch gegen sich selbst.
Meine Familie waren meine Freunde. Da war einfach kein Platz für meine Eltern, so schlimm das jetzt klingen mag und so hart das für sie gewesen sein muss. Ich wollte sie einfach aus allem raushalten. Sie sollten meine Freunde nicht kennen und meine Freunde sie nicht.

Aber ich hab mit der Zeit und mit viel Schmerz gelernt, dass Freunde kommen und gehen. Manchmal lebt man sich einfach auseinander und geht andere Wege. Manchmal ist es auch ein Partner eines Freundes, der in Hysterie jeglichen Umgang verbieten will und letztlich irgendwie immer damit durchkommt. Manchmal ist es auch ein böser Streit, der danach einfach kein Zusammenkommen mehr ermöglicht.

Was aber immer blieb, das waren meine Eltern. Die immer da waren, wenn ich Mist gebaut hab. Die mich abgeholt haben, wo immer ich war, wann immer ich angerufen habe. Und, die immer zu mir gestanden haben, sich vor mich gestellt haben und mit Stolz gesagt haben "Das ist unsere Tochter!"
Dafür bin ich wirklich dankbar! Ich weiß, dass das heute leider nicht mehr selbstverständlich ist und dass ich wirklich Glück gehabt habe mit meinen Eltern.
Sie haben mir eine Konstante in meinem Leben gegeben, auf die ich immer wieder zurückgreifen konnte und auch heute noch kann.
Der Gedanke daran, dass ich mein Leben irgendwann einmal ohne ihre Ratschläge meistern muss, schnürt mir den Hals zu und ich möchte gar nicht daran denken!

Ich wünsche mir, dass ich meinen Kinder mal nur halb so viel mitgeben kann, wie das, was meine Eltern mir mit auf den Lebensweg gegeben haben. Mit dieser Ausdauer, Stärke und Liebe. Und das trotz dieser Gegenwehr, Ablehnung und Zurückweisung.
Heute sind meine Eltern wirklich Alles für mich.
Sie sind meine Identität. Ohne sie wäre ich nicht ich.

Und ich bin dankbar für all die Momente, die wir miteinander teilen. Dass wir eine Familienbande sind, die, wenn es sein muss, den Rest der Welt bekämpft, um den Einzelnen zu schützen.

Danke, dass es euch gibt! Ich habe euch wirklich sehr lieb! <3

Seelenrein.

Donnerstag, 7. November 2013

"Wie gehts dir damit?", frag ich sie und sie blickt mich mit ihren großen dunklen Augen an, als sie zu gläsernen toten Höhlen werden. Dann laufen ihr die Tränen nur so die Wange herunter. Ich entschuldige mich bei ihr, denn das Letzte, was ich wollte, ist, sie zum Weinen zu bringen. Im Gegenteil, ich wollte mich nur mit ihr unterhalten. Schließlich haben wir uns schon sehr lange nicht gesehen.
Dann merke ich, dass sie wohl tatsächlich übersehen wurde. Dass sie bisher niemand ehrlich gefragt hat, wie es ihr geht, nach all dem, was sie durchgemacht hat.
Sie lächelt, aber der Tränenfluss bricht nicht ab. "Schon ok," sagt sie. "Man... verdrängt es."

Jetzt erst wird mir bewusst, wie oft man am Tag Menschen fragt, ob alles klar ist - nebensächlich und viel zu oft nur als Floskel. Manchmal sogar nur, um anschließend von sich selbst zu erzählen.
Sollte man nicht in der heutigen Zeit, in der wir eh alle schon mit zu vielen Problemen zu kämpfen haben, viel mehr aufeinander achten? Sollte man sich nicht viel öfter mal die Zeit nehmen, dem Anderen wirklich zuzuhören?
Meist sind wir so in unsere eigenen Probleme verstrickt, dass wir um uns herum nichts mehr wahrnehmen. Wir sind wie betäubt.

Da bin ich dankbar für diesen kurzen, wachen und auch sehr ernüchternden Moment, der vielleicht die Seele einer Kämpferin ein wenig erleichtert hat.

Greifen

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Leere.
So viel Inspiration. So viel, was man sich vornimmt. Aber nur so wenig Worte im Kopf, um dies alles zu beschreiben. Wie benebelt sitze ich vor meinem Laptop, starre auf den Bildschirm und drücke mir ein Wort nach dem anderen aus dem Kopf, um anschließend den ganzen Text wieder zu löschen.
Nicht gut genug. Nicht ausreichend für meinen Anspruch an mich selbst. 
Der Blick wendet sich immer wieder ab vom Wesentlichen. Die Gedanken formen sich nicht zu Worten, wie sie es sonst mit dieser unendlichen Leichtigkeit tun. Schon eine Begrüßung entpuppt sich als Herausforderung. 
Ich sehe nicht das große Ganze. Nur ein kleines leuchtendes Detail, wie bei einem Puzzle, zu dem ich kein weiteres passendes Stück finde. Als gäbe es nur dieses eine und kein weiteres Puzzlestück.

Ich klappe den Bildschirm runter, gehe in die Küche und mache mir einen heißen Kakao, der meine Seele beruhigen soll. Ich schließe die Augen und nehme einen großen Schluck, sodasss ein par kleine Marshmallows in den Mund gelangen, die ich vorher Stück für Stück in das Getränk fallen lassen habe. Wie sie so langsam auf der Zunge schmelzen, während der Kakao meinen Brustkorb aufwärmt..
Trotzdem: Diese Unruhe in mir lässt sich nicht bändigen. So viele Ideen. So viel Euphorie. 
E i n e  B l o c k a d e . . .  
Ich finde den imaginären Raum nicht, in den ich mich zurückziehe, um kreativ zu sein. In dem ich meinen Alltag ausschalte und über der Welt schwebe. Wo ich mich in dieses einmalige Gefühl von Stille und Glanz flüchten kann. Dieser Glanz, wie von einem Sonnenuntergang, der sich in einem großen Gewässer spiegelt. Und diese Stille, die herrscht, wenn man nur noch allein da sitzt und in der Ferne ein letzter Spaziergänger den Heimweg anbricht.
Die Gedanken brechen immer wieder ab. Ich verlier sie und kann sie nicht zu Ende denken.
Es geht mir gut. Wirklich. Aber ich bin beunruhigt darüber, dass das, was ich anfasse, zu Ton wird und auf dem Boden zerbirst, statt Früchte zu tragen. Früchte, von denen hauptsächlich ich zehren kann. Auf die ich blicken kann und stolz sein kann. Das fehlt!
Und ich hoffe, dass dieser Schleier sich bald hebt und ich wieder mit klarem Blick und neuer Energie durchstarten kann. 

Ich strecke meine Hand Richtung Sonne und beobachte, wie das Licht durch die Finger scheint und sie zu etwas Abstraktem formt. 
Dann gehe ich zurück an den Schreibtisch, öffne den Laptop und schreibe diesen Eintrag. Den Gedanken an die abstrakte Hand habe ich dabei längst wieder verloren........
Ich weiß nur, dass sie ins Leere greift. So, als läge man im Bett, einen intensiven Traum durchlebend. Man greift nach einem Traumgegenstand und wacht auf, weil da nichts ist, was man umschließen kann mit der Hand. 
Nach was man greifen wollte, weiß man dann nicht mehr. Und wenn man sich darauf konzentriert, den Traum wiederzufinden, erscheinen andere Bilder vor den geschlossenen Augen und man weiß gar nicht, wonach man eigentlich suchen wollte.....




Freundschaft

Freitag, 14. Juni 2013

Freundschaft. Was bedeutet das überhaupt?
 Der Duden beschreibt es kurz und knapp als  
"auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander" 

Aber ist es wirklich nur die Zuneigung, die Freundschaft ausmacht? Reicht es, sich zu sagen "Ich mag dich!" - "Ich dich auch!" ?  
Lustiger weise bekomme ich jetzt gerade eine SMS von einer Freundin, der ich vorher von einem tollen Erlebnis berichtet habe: "Freut mich, dass dich das so glücklich macht :) "

Das beschreibt es eigentlich ziemlich genau, oder? Sich für jemanden freuen können. Sich auch dann freuen können, wenn man selbst vielleicht nichts davon hat, oder das selbst vielleicht kacke findet/ nichts damit anfangen kann.
Auch das trifft grad in diesem Fall zu. Diese Freundin würde bei dem Erlebnis eher anfangen zu weinen und wüde in Angstschweiß verfallen, statt sich zu freuen :D
Genauso bedeutet Freundschaft aber auch, sich mit dem anderen zusammen schlecht fühlen zu können. Zu verstehen, dass er mit einer Situation nicht klar kommt und sie 100 mal und nochmal 100 mal immer wieder durchkauen muss. Klar, einen selbst wird es sicherlich irgendwann nerven, sich schon wieder die selbe Geschichte anzuhören. Aber vielleicht merkt man vor lauter Genervtheit gar nicht, wie sehr den anderen eine Situation belasten kann und er vielleicht auch nur mit einem darüber reden kann und mit sonst niemandem...

Naja... der springende Punkt ist: Ich habe eine Freundin, der ich alles erzählen kann. Gute und schlechte Dinge. Die mich versteht. Meistens :D Die mir auch ganz unverblümt ihre Meinung dazu sagt. Und andersherum ist es genau so! Wir haben keine Angst, den anderen zu verletzen, wenn uns jetzt etwas nicht gefällt, das Essen nicht geschmeckt hat oder sonst was. Es ist einfach nur ehrlich zwischen uns! Wir wissen das beide und können dann mit negativer Kritik sehr gut umgehen, weil wir wissen, dass der andere nur das Beste für uns will. Wir können unsere Ratschläge gegenseitig auch annehmen, was leider heute auch nicht mehr selbstverständlich ist.
Das ist das schönste, was man in einer Freundschaft erreichen kann! 
Sie versteht, dass ich mich freue, wenn ich ihr von einem unglaublichen Schnäppchenkauf erzähle. Sie weiß, dass ich damit nicht prahle, sondern in dem Moment einfach so glücklich darüber bin, dass ich es teilen will. Sie weiß auch, dass ich Fotos (von oder mit mir) manchmal einfach genial finde - des Fotos wegen. Nicht wegen mir. Und dass ich sie ihr zeige, um ihr das Foto zu zeigen und nicht damit sage "Schau her, wie unglaublich übernatürlich geil ich aussehe" :D :D :D (das tu ich auch, aber das weiß ja eh jeder :D:D:D:D:D)
Mittlerweile weiß sie auch, dass ich zu jeder Tages- oder Nachtzeit zu ihr komme, wenn sie mich braucht. Wir können uns gegenseitig aufeinander verlassen. Und darüber bin ich so glücklich, dass ich es rausschreien will!  
Die Bodo ist eine der wenigen Menschen, die wirklich Wert auf Freundschaft legt. Nicht nur auf den Spaßfaktor, den man miteinander hat, sondern auf die Person. Solche Menschen trifft man nicht oft im Leben! 
Ich danke dir dafür.  Dass du bist, wie du bist. Dass ich manchmal den Kopf schütteln kann über dein Verhalten, während ich dich andererseits knutschen will. Dass wir zusammen die ultrakomischsten Witze reißen, die kein anderer versteht. Dass wir uns gegenseitig versuchen zu beschützen. Dass wir uns anschauen können, um zusammen zu weinen und dass wir schweigsam miteinander Zeit verbringen können, ohne, dass es uns zu still wird.
Bildquelle: http://choux43.deviantart.com/
Dass du so lange Geduld mit mir hattest in der Vergangenheit und dass es bei uns wie immer ist, wenn wir uns länger nicht gesehen haben. Dass du mir meine Fehler nicht verübelst, sondern sie mit meinen guten Eigenschaften überdeckst.
Wir sind Affen für vielleicht immer! Und das seit jetzt 6 Jahren!! 


Danke dafür! 

World off.

Freitag, 25. Januar 2013

Es gab da mal diese Bloggerin. Sie hatte ein Kind, einen neuen Freund und machte unglaublich tolle Fotos. Ich habe ihren Blog quasi aufgegessen. Und plötzlich... war der Blog weg...
 "Der Blog, den sie suchen, existiert nicht mehr!" oder so ähnlich.
Das ist jetzt schon eine Weile her... Aber immer wieder denke ich an sie. Und es schwappt immer wieder etwas Melancholie mit über, denn irgendetwas in ihrem Leben hat sie dazu gebracht, ihren Blog zu löschen. Ich würde ihr so gerne sagen, wie sehr mir ihr Style gefallen hat und ihre Fotos und ihr alles. Aber sie ist wohl ins Reallife geflüchtet, raus aus dem Bloggerdasein. Ganz, ohne irgendetwas zu sagen. Das ist ihr Recht, aber es ist auch immer noch sehr enttäuschend...

Parallelwelt

Freitag, 4. Januar 2013

Man lebt.... Und man freut sich.. Und man kann sich nicht vorstellen, dass parallel dazu ganz andere Dinge passieren. Wir leben in unserem Leben, während andere um ihr Leben kämpfen müssen oder nicht wissen, wie sie es weiterführen können.

Manchmal, da sollte man viel bewusster leben und sehen, wie viel Glück man hat.

Manchmal, da feiert man und freut sich und alles ist wunderbar. Und an einem anderen Ort zur selben Zeit rast irgend so ein Vollidiot in die falsche Richtung auf der Autobahn... Er mag sein Leben vielleicht beenden wollen. Vielleicht steht er auch unter Drogen oder ist sonst wie in seinem Bewusstsein eingeschränkt.
Aber niemand hat das Recht, egal, was ihm zugestoßen ist, in das Leben anderer einzugreifen und es zu verändern.

Hass ist das, was ich da empfinde. Ekel steht in meinem Gesicht geschrieben. Wut brennt in meinen Augen. Unverständnis steckt in meinem Hals... 

Plötzlich erscheinen vergangene Tage in einem ganz anderen Licht. Es erinnert gleichzeitig an etwas, was vor längerer Zeit geschehen ist.

Dabei sollte es einen gar nicht so treffen. Aber es beschäftigt doch mehr, als ich es gedacht hatte...

Manchmal, da sollte man viel bewusster leben und sehen, wie viel Glück man hat.

...

Es ist...

Sonntag, 19. August 2012

... im Moment einfach viel zu warm, aber auch viel zu schön, um vorm Pc zu sitzen und Blogeinträge zu verfassen...
Geht raus spielen ins reale Leben und fangt gaaanz viele Sonnenstrahlen ein für den Winter ;)
Bald gibts wieder sinnvollere und mit mehr Inhalt versehene Blogeinträge von mir ;) Habt Geduld

xoxo

Sonntag, 10. Juni 2012

Herzschmerz

Gerade noch gelacht;
Witze gemacht.
Die nächsten Sekunden
Entscheiden über schlaflose Stunden.

Gerade noch geliebt;
Die Welt besiegt.
Die nächsten Worte
Entscheiden über Schlaforte.

Gerade noch gelebt;
Momente bewegt.
Die nächsten Taten
Entscheiden über Zukunftskarten.

Wenn Worte knallen,
Fäuste sich ballen,
Vieles besser ungesagt;
Alte Leichen verpackt.

Wenn Tränen fließen,
Ohren sich schließen,
Wüte ausbrechen.
Sich abstechen.

Herz in den Händen
Verteilt auf Wohnungswänden.
Welten überrollen,
Nicht reden wollen.

Dabei ist der Moment,
Den jeder kennt,
Schnell wieder fort.
Zerstört einen andren Ort.

Was bleibt ist der Schmerz,
Die Enttäuschung im Herz.
Der Stolz in den Köpfen.
Keinen Mut zu schöpfen,
Fehler zu erkennen;
Sie beim Namen zu nennen.
Um Vergebung zu bitten
Und Vergebung zu geben.

Was bleibt ist die Stille,
Der Tränen viele.
Schlaflose Nächte
Als ob das was brächte ?!

_____________

Gute Nacht.

Ist schon komisch....

Samstag, 28. Januar 2012

, dass alle sämtlichen alte Freunde plötzlich heiraten, oder schon verheiratet sind Oo
Nachtschicht vorbei. Schlafen. Wochenende <3

2011 auch wieder vorbei..

Dienstag, 20. Dezember 2011

dieses Jahr gibt es keinen Rückblick.
Ich mein, klar, es gab einige Ereignisse. Wiedervereinigung, Ausbildung geschafft, Konzerte.
Aber eigentlich war es ein scheiß Jahr.
Und es gab einen roten Faden, der sich hindurchzog.
Dass es ein schwieriges Jahr werden würde, wussten wir. Aber dass es so viel mehr Schwieriges mit sich bringen würde, daran haben wir im Traum nicht gedacht.
Es gab aber auch einige gute Menschen, die es uns leichter machen wollten.
Menschen, die für mich da sind. Die nachts noch frittierte Snickers mit mir essen gehen (:

Jetzt ist wieder Weihnachten. Keine Ahnung, wo die Zeit hin ist. Das erste halbe Jahr ging so schnell um. Vielleicht, weil es das schwerste war.
Man sieht überall bunte Lichter und fast jeder Blog, den ich verfolge postet Weihnachtsstimmungs kram.
aber irgendwie bin ich gar nicht in der Stimmung.. Sie reißt mich nicht mit. Die geschenke habe ich quasi viel zu spät bestellt, bei manchen weiß ich noch immer nicht, was ich ihnen schenken soll..
Weihnachten pisst mich an, dieses Jahr. Ich seh die gestressten Leute, denke an die überfüllten Supermärkte und Kaufhäuser. Ich denke an den Streit in den Wohnzimmern, wie rum der Baum jetzt stehen soll und dass er eigentlich viel zu klein ist.
Die Kinder, die verarscht werden mit der Weihnachtsmann-Geschichte. Deren Eltern sogar die Plätzchen anbeißen, damit sie denken, er war bei ihnen.
Der viele Müll, der durch das Geschenkpapier entsteht. Wo doch alle das ganze Jahr total Öko sind und nur Bio-Produkte einkaufen..
Die Diskussionen mit den entfernten Verwandten, die nur Weihnachten zu Besuch kommen, um mal wieder über Politik zu diskutieren und dass man doch nochmal ruhig tapetzieren könnte.. Schließlich schaut es schon seit 10 Jahren gleich aus. Und das Essen.. man hätte sich ja nicht so viel Mühe geben brauchen. Das Buffet von Catering service xy sei auch super...
Die leeren Augen der Hinterbliebenen der Verstorbenen. Die vielleicht ihr erstes, vielleicht auch schon das 10. Weihnachtsfest ohne ihren geliebten Menschen feiern. Die leeren Plätze an den vielen Tischen in so vielen Wohnungen.
Genauso die Angehörigen von Schwerverletzten in Krankenhäusern. Sie sitzen an den Feiertagen da an ihren Betten und halten ihnen die Hand in der Angst, es war vielleicht das letzte Weihnachten, so wie es war.
Das letzte, wie es war..... plötzlich ändert sich alles. Der gesamte Alltag stellt sich um..

nya.. für die, die mehr in Stimmung sind, wünsche ich frohe Weihnachten. Aber denkt trotzdem mal ein wenig an die Leute, bei denen es plötzlich anders ist. Oder überhaupt... Macht was ihr wollt.

ich bin...

Donnerstag, 31. März 2011

... so aufgeregt wie ein kleines Mädchen, dass zum ersten Mal mit einem Jungen ausgeht...
ich wünsche mir, dass die Grashälme voller Hoffnung zu Ästen und Bäumen heranwachsen und nicht wieder abreißen....

Gar nichts hören...

... ist wie tot gehen.
Ich mag mit den Füßen voran unten ankommen, aber im Moment falle ich Kopf über..
Ich will kein Mitleid, ich will Liebe. Und die ist da, sie wird nur aufgehalten von Unsicherheit.....

Sturmwarnung

Montag, 28. März 2011

Es ist der Moment der schmerzt. Die Gewissheit, die Narben bringt. Die Hoffnung die es erträgt und ein Wunder, dass die Narben verschwinden lassen würde...
Ich hoffe im Moment auf das Wunder..
Aber das liegt nicht in meiner Hand.
Es ist wie mit dem Schmetterling. Man kann ihn nicht fangen, man muss warten, bis er sich auf die Hand setzt....
Mein Schmetterling fliegt um mich herum und ich hoffe, er wird nicht vom Sturm weggetragen, sondern sucht Halt bei mir...
Ich hoffe, dass Worte Früchte hervortragen in Köpfen und dass es einfach wieder alles gut wird.
Wenn nicht, werde ich dem Schmetterling noch lange zu sehen, wie er um mich herum flattert und mir die Berührungen in Erinnerung rufen.
Berührungen der Vertrautheit, die grade etwas angespannt wirkt.
Hürden sind da, um sie zu meistern. Meistern heißt, sie zu bewältigen und nicht vor ihnen davon zu laufen..
Ich muss ausdauern um Energie zu sparen für den Sprint auf der Zielgeraden, von der ich im Moment so weit entfernt bin...
Ich wünsche mir Klarheit in Köpfen und genug Liebe in Herzen, um Stürme zu überstehen.....

warum..

Donnerstag, 10. März 2011

..wird eigentlich immer nur auf die Leistung geschaut? Warum nicht mal auf das, was dahinter steht?
Um eine Note zu erreichen, strengt sich doch jeder anders an. Und hinterher darf man dann noch Kommentare hören wie..:"Das war aber schwach!"
Aber wie viel Stärke es gekostet hat, eine Sache überhaupt durchzuziehen und nicht abzubrechen... da fragt niemand nach.
Letztlich entscheidet eine einzige scheiß Zahl darüber, was du geleistet hast und was nicht. Über den Kamm geschert mit Leuten, denen die Dinge vielleicht einfach so zufliegen. Deren Leben perfekter nicht laufen kann.
Es ist unfair, dass der vom Alltag Beschwerte vielleicht weniger Chancen erhält, als der Beflügelte, nur, weil das Schicksal es besser mit ihm meinte und vielleicht weniger oft mit seinen messerscharfen Klingen zugestochen hat.
Würde man jetzt aber die Probleme nennen, die es einem erschweren, wird man als schwach bezeichnet; nicht in der Lage, Konflikte zu lösen und diese Probleme anzugehen.
Vielleicht ist dieses Zugeben tatsächlich ein Hilferuf. Etwas, das von anderen abgetan wird, weil es für sie aus der Ferne nicht so ernst klingt.
Würden sie sich die Dinge aus der Nähe anschauen, sähe es vielleicht ganz anders aus.
Und auch ein Lachen ist manchmal ein Hilferuf. Man lacht, um nicht weinen zu müssen... manchmal.....
Würde man hinschauen, würde man den Unterschied erkennen.
Aber man ignoriert es lieber. Das ist einfacher.