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Normandie - eine Reise in eine andere Welt

Montag, 20. Januar 2014


"Morgens früh, wenn alles noch von dicken Wolken umhüllt ist und die Luft langsam von der Sonne aufgewärmt wird, erwachen die kleinen Dörfer der Normandie aus ihrem Dornröschenschlaf."

So könnte dort jede Erzählung über dieses grüne Fleckchen Erde beginnen.
Es bringt einen dazu, seine Nase an die Autoscheibe zu drücken und mit großen Augen in die grüne, weite Landschaft zu schauen, die einst Zeuge eines weltgeschichtlichen Ereignisses wurde.
Alte Bauernhäuser und riesige Anwesen, die aus Bruchstein erbaut wurden, zeugen heute noch von dem ehemaligen Wohlstand der Region. Ich war noch nie dort, aber meine Mom verglich die Landschaft teilweise mit Irland.
Zwischendurch führt uns der Weg vorbei an einfachen, eher hässlichen Betonbauten. Sie bezeugen das Ausmaß der Bombardierung und den akuten Mangel an Unterkünften kurz nach dem Krieg, als diese Häuser überall aus dem Boden gestampft wurden, um den Überlebenden einen Neustart zu ermöglichen.

Vor dem ersten Kontakt mit den Einheimischen war unser Bauchgefühl sehr Durchwachsen. Schließlich waren es die Deutschen, die das Unheil über die Normandie brachten und wir waren verunsichert, wie man sich uns wohl gegenüber verhalten wird.
Zudem waren wir durch den Kontakt zu Franzosen in anderen Regionen sehr von Vorurteilen besetzt, was die Gastfreundschaft betrifft (ja, leider haben wir wirklich unglaubliche Erfahrungen gemacht... auch, wenn ich damit jetzt auf gar keinen Fall alle über einen Kamm scheren will (: )
Aber: Solch ein freundliches, offenes und herzliches Volk, wie uns in der Normandie gegenübertrat, haben wir wirklich nicht erwartet!
Selbst in den kleinsten und verstecktesten Dörfern konnten wir uns mit Händen und Füßen und Geräuschen und Gesten verständigen. Selbst, wenn man sich das falscheste Französisch aus dem Kopf gedrückt hat, sah man, wie sich das Gegenüber bemühte, die Worte zu verstehen. Es gab Hilfestellung und teils wurden wir zum Abschied sogar umarmt.
Wir fühlten uns dort wirklich wohl!





Der Mont-Saint-Michel ist ein allgegenwärtiger Begleiter an der Küste. Immer wieder taucht er am Horizont auf oder steht plötzlich beinahe vor einem ^^
Selbst bei unserem Ausflug nach St. Malo in die Bretagne war er sehr lange zu sehen. Er prägt die Landschaft und die Menschen hier sehr stark. Unterhält man sich mit jemandem, wird man fast immer gefragt "Est-ce-que vous avez visité le Mont-Saint-Michel?" (Haben Sie den Mont-Saint-Michel besucht?) Ich hoffe, jetzt stimmt die Grammatik :D
Irgendwann ist er nicht mehr zu sehen. Er wird abgelöst von unzähligen Austernfarmen, die in unmittelbarer Nähe zum Strand liegen.





Und ja, auch kulinarisch war diese Reise eine absolute Erfahrung!
Direkt an der Küste, wo die Transportwege so unglaublich kurz sind, dass die Ware fangfrisch in die Geschäfte gebracht wird, haben wir es uns so richtig gut gehen lassen. Wir haben gelebt wie Gott in Frankreich! ;)
Zu meinen Highlights gehörten auf jeden Fall die Austern. Unbedingt wollte ich dort Austern probieren, sollen sie doch eine Delikatesse sein! Es hat etwas Überwindung gekostet, aber ich wurde wirklich belohnt! Austern schmecken unglaublich frisch nach -klar- Zitrone und Meer. Es ist nicht jedermanns Sache, aber wir haben sie alle geliebt. Schließlich sind wir ja auch eine Feinschmeckerfamilie :D
Und weil ich dann grad so beim Überwinden und Studieren der fremden Kochkünste war, hab ich mich auch noch an Muscheln getraut -schlimmer als Austern konnte sie ja nun wirklich nicht sein :D- und schließlich hab ich noch Schnecken probiert. Vielleicht werd ich ja noch zum Alles-Tester, wenn das mit meiner Überwindung so gut klappt :D
Ich war durchweg begeistert und werde hier zu Hause auch bald mal meinen ersten Muscheltopf kochen. Rezepte dazu sammele ich grad schon aufmerksam ^^
Getoppt wurde alles dann nur noch vom Hummeressen in Cancale <3 Ich sag ja: Wie Gott in Frankreich ;)


Etwas anders war der Besuch der Deutschen Kriegsgräberstätte des 2. Weltkriegs. Hier wurden die deutschen Gefallenen aus ganz Frankreich zusammengetragen und beerdigt. Somit ist dies auch der einzige Deutsche Soldatenfriedhof des 2. Weltkrieges in Frankreich. Er ist wie eine Art Colosseum mit zwei Stockwerken erbaut. In der Mitte befindet sich der Innenhof.
Am Eingang liegt ein Buch, das die Namen der Gefallenen, sowie den Gang und die Grabnummer enthält, damit man sich leichter orientieren kann, wenn man einen Verwandten besuchen möchte.
Zu Beginn sind diese Namen alle für mich unbekannt und ich verbinde nichts mit ihnen. Dann fallen mir die Geburts- und Sterbedaten auf - viele der Toten waren sogar noch jünger als ich!
Zudem haben wir vermutlich auch das Grab eines Verwandten gefunden. Plötzlich hatte alles einen ganz anderen Bezug. Ein bisschen war ich schockiert. Obwohl man ja viele Geschichten und Fakten zu den Kriegen kennt.
An einem Grab hängt sogar ein Foto des Verstorbenen mit seiner Familie darauf. Vermutlich hat seine Frau seine letzte Ruhestätte besucht und es dort zurückgelassen.
An einem anderen Grab hing ein Brief: Die Ehefrau besucht das Grab ihres Mannes zusammen mit ihren Kindern und Enkelkindern. Sie war zu dem Zeitpunkt 101 Jahre alt.
Der Krieg hat damals so viele Löcher in das Leben so vieler Menschen geschlagen. Das dauert bis heute noch an. Der Mensch fügt sich selbst den größten Schaden zu. Und für was? Für Macht und Anerkennung.
Am Ende bleibt dann eine Bronzeplatte, die im schlimmsten Fall lediglich die Inschrift trägt "Ein deutscher Soldat".










Der Tagesausflug hoch in den Norden hat uns in eine andere Welt versetzt. Plötzlich durchfährt man keine größere Stadt mehr und so weit das Auge reicht erblickt man Wiesen und Felder. Mittendrin immer wieder mal kleine Dörfer, deren Gassen so eng sind, dass keine zwei Autos aneinander vorbei passen. Am Cap De La Hague ist die Zeit stehen geblieben!


Ich kann in diesem Blogpost die Eindrücke immer nur kurz anreißen und ein klein bisschen etwas dazu erzählen. Alles weitere würde hier wirklich den Rahmen sprengen. Ich verarbeite immer noch das Gesehene und kann für mich kaum glauben, was für wunderschöne Orte die Normandie für uns bereitgehalten hat....




Auf dem Heimweg haben wir uns noch sehr spontan entschieden, dass wir noch einen Zwischenstop in Étretat machen werden. Die hohen Felsenklippen konnten wir uns nicht entgehen lassen - zudem sie beinahe auf unserem Heimweg lagen.
Als wir durch das kleine Städtchen Richtung Strand liefen, hörte man schon von Weitem das Donnern der Wellen. Hinter dem Strandwall türmen sich die berühmten Felsenklippen auf, die auch für Monet schon ein beliebtes Motiv waren.
Es ist Flut. Vor jeder Welle springen die kleinen Strandkiesel vorweg. Und mit jeder Welle, die zurück ins Meer fließt, ertönt das Rauschen der aneinanderreibenden Kiesel. Es klingt wie 1000 Güterzüge. Aber es ist ein angenehmes, erhabenes Geräusch. Es ist wie der Ruf der Freiheit!
Unser Zwischenstop ist nur von kurzer Dauer. Ich drehe mich ein letztes Mal um und labe mich an dem Blick auf die Felsen, auf das Meer, ehe uns das Grau der Autobahn zurück hat.

Und das war sie auch schon. Die kurze Geschichte über einen wunderbaren Urlaub in eine fremde Welt, nur ca. 700km von uns entfernt.
Ein Urlaub, der uns zu Abenteurern und Weltentdeckern gemacht hat. Ein Urlaub als Familie mit großen und kleinen Macken <3


Ich hab mich mit den Urlaubsbildern das erste mal an ein Scrapbook-Design gewagt ^^ Das hat mich viele Stunden Sucharbeit im Internet gekostet und harte Nerven in Photoshop. Eine Freundin brachte mich auf die Fährte nach unzähligen .pngs, die mir viel Arbeit erleichtert haben xD Aber, bis ich zum richtigen Scrapbook-Künstler werde, werde ich wohl noch viele Urlaubsfotos bearbeiten müssen :D

Bonjour de Normandie!

Donnerstag, 16. Januar 2014

Heute kommt der erste Post zu unserem Winterurlaub in der Normandie.
Hier wird es erstmal eine Review zu unserer Unterkunft geben, sowie einen allgemeinen Überblick über unseren Urlaub. Die Fotos kommen dann im nächsten Post. Versprochen!!!

Seit langem war dies nochmal ein Urlaub gemeinsam mit meinen Eltern und meinem Mann.
Wir waren in einem kleinen Ort namens St.-Leonard im Westen der Normandie. Ein kleines verschlafenes Dörfchen, umgeben von Wiesen und Feldern in unmittelbarer Nähe zum Mont-Saint-Michel.
Quelle: google maps


Von hier aus haben wir die Küste bis oben in den Norden bei Cherbourg-Octeville bzw. bis zum Cap de la Hague erkundet und sind im Westen bis in die Bretagne nach Saint-Malo gereist - Alles in kleinen und größeren Tagesetappen. Insgesamt haben wir fast 2000km mit dem Auto zurückgelegt im Urlaub ^.^

Wir haben erst recht spontan entschieden, diesen Urlaub dieses Jahr gemeinsam zu verbringen und entgegen unserer Vorstellung, dass in der Nebensaison wohl eh nicht viel dort los sein wird, mussten wir uns sehr anstrengen, noch ein passendes Haus für uns vier zu finden.
Dank meiner Mama haben wir dann wirklich ein sehr schönes, liebevoll eingerichtetes Haus in der Nähe von Avranches gefunden. Der Kontakt zur Vermieterin war schnell hergestellt und mit Hilfe vom Google-Übersetzer meisterten beide Seiten die Sprachbarrieren hervorragend (:

Wir hatten auf der Reise kurze Zeit Zweifel, ob wir denn jemals an unserem Ziel ankommen würden, als die nette weibliche Stimme aus dem Navigationssystem uns mitteilte: "Das Zielgebiet befindet sich außerhalb des registrierten Straßennetzes!" - Ouha! Dann mal los!

Am Anreisetag herrschte ein ziemliches Unwetter in der Region. Umso einladender wirkte das angeheizte Haus auf uns, als wir nach einigen Runden durch die Bucht gedreht haben.
Das Haus hat einen großen geräumigen Wohnraum mit offener Küche, sowie in der ersten Etage zwei Schlafzimmer mit jeweils separatem Badezimmer.
Ihr müsst euch die Fliesen aus der Küche anschauen!!!! <3 So wunderschöne alte Steinfließen!
Das Mobiliar ist sehr gepflegt und, obwohl in diesem Haus auch Haustiere erlaubt sind, merkte man davon überhaupt nichts!
Bettwäsche und Handtücher wurden gestellt, sodass wir nur noch unsere Koffer in die Zimmer bringen mussten und uns aufs Bett werfen konnten. Die insgesamt 8 Stunden Autofahrt waren doch sehr anstrengend für alle (auch für mich, obwohl ich nicht fahren musste^^).







Hier sind ein par Eindrücke aus dem Haus. Die Fotos hat meine Mom mit dem iPad gemacht. Ich hab bei der Anreise echt vercheckt, erstmal alles zu fotografieren :D Dank meiner Mom kann ich euch dann jetzt doch noch ein par Eindrücke liefern xD

Einen kleinen Weihnachtsbaum hatten wir auch xD

Das einzige Bild aus unserem Zimmer xD Und ganz klar: Ich wurde erwischt... hier ist also der Beweis: Ganz ausschalten konnte ich mein Handy nicht ^^

Eine wunderschöne kleine alte Holztreppe. Die war sehr steil xD Nicht so gut für Sockenkinder, wie ich eins bin, geeignet. Mich hat's fast die Treppe runtergehauen :D

Das andere Schlafzimmer für die, die schon was länger verheiratet sind xD Da hat man dann getrennte Bette ^^

Der Blick in den Garten




Wer jetzt ebenfalls Lust bekommen hat, sich dort für eine kleine Zeit einzunisten, kann den Kontakt zu Madame Meysson über folgenden Link herstellen: http://www.fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/p678343a. Dort gibt es auch noch mehr Fotos von dem Haus und der direkten Umgebung :)

Habt ihr gemerkt? Ich hab mal wieder ein neues Logo für die Fotos gemacht ^^ Ich mags, weil es so schön schlicht ist und somit sachlich bleibt (:

Meeeeh, wenn ich die Fotos sehe, will ich sofort wieder zurück! Ich kanns kaum glauben, dass es mittlerweile schon wieder zwei Wochen her ist ><"

Au revoir!

Montag, 23. Dezember 2013

So meine Lieben!
Heute starten wir in den langersehnten Urlaub in die Normandie!
Zwischen der Erholung und mir liegen jetzt noch ca. 8 Stunden Autofahrt mit Pausen und Verfahren :D
Ich freue mich unglaublich darauf, die Feiertage dazu zu nutzen, die raue Normandie mit meiner Familie zu erkunden und hoffe auf gutes, aber kaltes Wetter!

Wenn ich wieder zurück bin, werde ich bestimmt das ein oder andere Urlaubsfoto für euch haben. Für den Urlaub selbst hab ich mir vorgenommen, das Internet einfach zu Hause zu lassen! Mal sehen, ob ich das so durchsetzen kann ^^ (Zumal es angeblich W-Lan im Haus geben soll…..)

Euch wünsche ich schöne Feiertage! Nutzt sie auch zum Abschalten im Kreise eurer Liebsten. Und lasst es an Silvester richtig krachen ;)

Bis nächstes Jahr
bisou, Katja <3


Malediven Fotobombe

Mittwoch, 14. November 2012

Es gibt so vieles, was ich euch unbedingt zeigen will und es ist doch nur ein so kleiner Ausschnitt aus diesem Urlaub.
Wenn meine Planung aufgeht, dann wird es nach diesem Post wohl noch zwei weitere geben :D
Ich will ja auch nicht zu viel in einen Post reindrücken :/
Hoffentlich erfreut ihr euch an den Fotos und denkt nicht: Schon wieder Malediven? ^^ Bald kommt was neues, versprochen!!!
Ich will auch diesmal gar nicht sooo viel schreiben. Zu dem ein oder anderen Foto werd ich was sagen, aber lasst einfach die Fotos wirken und fühlt euch mitgenommen auf eine Reise in ein entferntes Paradies......



 Hierzu muss ich allerdings schreiben xD
Wir haben uns zu einem Schnorchelausflug angemeldet. Manta Point.
Man sagte uns, dass dort die Wahrscheinlichkeit groß sei, Mantas anzutreffen. Ich hab nicht mal wirklich damit gerechnet, sie zu sehen und ihnen so nah zu kommen. Doch in der Bucht sah man schon große schwarze Flecken kurz unter der Wasseroberfläche. Das Meer war voller Plankton, dadurch wirkt es auf den Fotos teilweise leicht trüb. Aber es war dennoch sehr klar und mir blieb der Atem fast stehen, als dieses elfenhafte Wesen auf mich zuschwamm und unter mir wegflog. Ja, es ist, als würden sie durch das Wasser fliegen.
Sie sind ca 2m breit und bestimmt auch nochmal so lang.
Erst war nur einer zu sehen, doch insgesamt hab ich drei verschiedene gesehen, wie sie in aller Ruhe das Wasser filterten.


Hier hat man mal so einen Größenvergleich von Taucher zu Manta Rochen

Warum sieht man auf Urlaubsfotos eigentlich immer so verkackt aus? :D Ok, den ganzen Tag mit der Taucherbrille auf den Augen und das Salzwasser dazu sind nicht die besten Beautyfaktoren :D
 Nach der Mantabucht sind wir noch zu einer Korallenbank gefahren mit dem Boot. Dort hat unsere Tourguide uns die Unterwasservielfalt näher gebracht. Sie tauchte unter, zeigte uns etwas, tauchte auf und erklärte uns was dazu. Das hat sie wirklich pirma gemacht! Ist schon was anderes, wenn man nur was sieht, oder auch was dazu erklärt bekommt. Und das ist ja grad beim Tauchen nicht soooo einfach, jemandem etwas zu vermitteln :D
Jetzt bekommt ihr mal ein par Unterwassereindrücke <3




Diese Muschel war bestimmt 50cm im Durchmesser. Ich hab versucht dieses waaahnsinsblau herauszuarbeiten, aber es ist noch nicht annähernd so strahlend, wie in Wirklichkeit

Clownfische (: Allerdings haben die hier nur einen Streifen. Nicht wie Nemo. Und die hatten alle keine Glücksflossen :D
Die Schildkröte war das zweite Highlight an diesem Schnorchelausflugstag... Auch sie schwebt ganz ruhig durch das Wasser, wenig beeindruckt von uns. Erst, als man ihr gefährlich Nahe kam, entfernte sie sich langsam von uns.. Ich find es krass, wie gut die sich tarnt auf der Korallenbank. Ich hab sie erst erkannt, als sie über den Sand schwamm :D

Die Angestellten des Hotels fangen die Krebse, um sie zu essen. Der hier stand wohl als nächstes auf dem Plan.. ;__;


Abends hingen die Geckos zu dutzenden an den Wänden der Häuser im Lichtschein. Wenn man versucht hat, sie zu fangen, waren sie ganz flink in alle Ecken gehuscht:D Trotzdem: Ich hab sie bekommen :D Davon hing eine Wette ab, haha!

Zwischendurch ein bisschen Blödsinn :D

Das wars für heute! :)

Ich muss jetzt nämlich mal was für die Uni tun :D

Malediven - erstmal einen Überblick verschaffen

Montag, 5. November 2012


Am Morgen des ersten Tags haben wir uns Frühstück zum Bungalow bringen lassen. Das war im Service mit drin. Also warum anziehen und zum Buffet laufen, wenn man erstmal auschlafen kann und einem das Essen quasi ans Bett gebracht wird?! ;) Am Abend vorher mussten wir lediglich einen Bestellzettel von Außen an die Tür hängen. Ich bestellte EIN Ei, VIER Scheiben Toast und Bacon für EINE Person, sowie Mango-Saft und ein bisschen Obst. Was wir da für ein Bombenfrühstück bekommen haben, seht ihr ja selbst :D Thorsten dachte, ich hätte für eine Großfamilie bestellt :D




 Leider hat es etwas geregnet. Aber das tat irgendwie nix ab. Wie schön so ein Regen doch sein kann, wenn man im Paradies ist.






  Nach dem Frühstück haben wir erstmal die Insel erkundigt. Wenn man nicht getrödelt hätte, wäre man bestimmt in 10-15 Mins um die Insel gewesen :D Aber es gab so viel zu entdecken. Am meisten haben mich echt die Flughunde dort fasziniert. Leider haben wir von denen kein Foto :( Die schmissen sich gegenseitig vom Baum :D
 Hier könnt ihr euch ein Bild von der Insel machen ;) Es hing am Eingang zur Bar. Das Bild ist schon etwas älter. Heute stehen rechts noch neue Wasserbungalows. Ich glaube nochmal 5 Häuser. Wo der Pfeil ist, war unser Bungalow <3

Wenn ich hier so am Schreibtisch sitze und vor mir aus dem Fenster schaue, habe ich echt wieder Fernweh nach diesem wunderschönen Inselgebiet.. Dort sind es jetzt 29°C.... und hier? Schau ich in eine betongraue Wolkendecke. Ab und zu sieht man ein kleines Stückchen blauen Himmel, der einen zum Lächeln bringt und man sich daran erinnert, dass auch hier ab und zu die Sonne scheint und wir schöne warme Tage hatten.
Ich sehe Baumspitzen, an denen sich die letzten Blätter festklammern. Sie sind nicht mehr so schön sommergrün, sondern eher gelb-braun. Der nächste Windstoß wird sie wohl mit sich hinforttragen....

Der Strand auf der Insel war schneeweiß. Es sieht aus, wie auf einer Postkarte und ich fühlte mich oft auch genau so. Als stünde ich in einer Postkarte.. Allerdings zeugt dieser weiße Sand auch ein wenig von Traurigkeit, sind es doch vom Meer zermahlene, tote Korallen, die den weißen Sand bilden. Überreste von ihnen wurden oft an den Strand gespült.

Lief man barfuß am Strand entlang, war man gut beholfen, durchs Wasser zu laufen, da dort der Sand von der Sonne nicht so extrem aufgeheizt wurde. Lief man durch den trockenen Sand, hat man sich ziemlich schnell die Füße verbrannt :D


Lustig waren die Sandkrabben, die sich fabrlich kaum vom Sandboden unterschieden. Man bemerkte sie nur, wenn man darauf achtete, dass sich der Sand ab und zu bewegte :D
Sie flitzten ganz schnell von uns weg hinein in ein kleines Sandloch. Manche dieser Tierchen waren kaum größer als der Fingernagel meines kleinen Fingers.
Abends, wenn es dunkel wurde (und das wurde es dort sehr schnell), versammelten sich die Krebse in allen Größen im Lichtkegel der Beleuchtung des Tauchcenters. Wir warfen die Schatten unserer Hände auf den Sandboden und die Krebse liefen davor weg, andere griffen unsere Schatten an. Das war echt lustig, zu beobachten. Irgendwann merkten sie dann aber, dass von den Schatten keine Gefahr ausging und sie ignorierten uns immer mehr :D

 Das hier ist der Steg zur Anlegestelle der Boote. Oben links geht der Steg ab zur Tauchstation.
Im Hintergrund sieht man schon die nächste Insel. Am Horizont sah man überall solche dunklen Flecken, die auf eine andere Insel schließen ließen.... Das fühlte sich ein bisschen so an, als würde man in einer Flotte segeln und die anderen Inseln sind die anderen Schiffe, die einen durch das Meer begleiten.

Oh ja, Spaß hatten wir natürlich ne Menge :D Hier übe ich Haiabwehr. Wenn einer kommt, einfach laut schreien und noch böser gucken, als der Hai :D


Das wars heute schon wieder. Es kommen noch ein par Fotos, keine Sorge ;)
Ich hab euch ja auch noch gar nix von der Unterwasserwelt gezeigt. Die kommt dann beim nächsten Post *__*

Ich hab Fernweh!

Malediven Part II - Der Drückerfisch

Montag, 22. Oktober 2012

Vor meinem Urlaub war meine größte Angst eigentlich, dass irgendsoein bekloppter Hai meinen Finger abbeißt etc. Wenn man an die "Gefahren" des Meeres denkt, ist dies nunmal der erste Gedanke. Dann folgen vielleicht giftige Quallen oder sonst irgendwas.
Natürlich lief am ersten Abend im Bungalow "Open Water" im TV. Na danke!
Natürlich weiß man selbst, dass es total bescheuert ist, so nervös zu sein, wegen irgendwelcher Haiattacken und es gibt durchaus wenige Berichte über den Tod im Urlaubsparadies.

Bei unserer ersten kleinen Schnorchelerkundungstour am Bungalow hab ich dann auch gar nicht mehr darüber nachdenken wollen und hab einfach die fabelhafte Unterwasserwelt genossen.
Der ziemlich große grün gemusterte Fisch war das erste große Abenteuer.
Die meiste Zeit schwamm er mit dem Maul nach unten und wirbelte den Sand auf, als suche er nach etwas Essbarem. Es dauerte nicht lange, da schwamm dieser, für den ersten Kontakt, große Fisch um meine Beine, streifte sie und pustete den Sand vor meinen Füßen hoch.
Hach, ein tolles Erlebnis! Sofort fühlte ich mich Willkommen geheißen in Arielles Welt :D
Ich wühlte mit meinen Schuhen den Sand ebenfalls etwas auf und so spielten wir eine ganze Weile miteinander.
Dann hieß es Abschied nehmen und fertig machen fürs Abendbrot.
An der Rezeption sah ich dann ein Foto von meinem neuen Freund. Darunter stand:
Beware of Triggerfish!
ôO Sollte mein Freund etwas ein gefürchteter Ganove sein!?
Tatsächlich. Er gehört zu den aggressivsten Fischen rund um die Malediven :D
Das Gefährliche: Er legt seine Eier in den Sand, so dass man es nicht erkennt. Aber er verteidigt das Gelege bis aufs Äußerste. Sehr interessant waren auch die fetten Zähne, die mir auf dem Foto und auch bei späteren Tauchgängen aufgefallen sind.
Ich hab im Internet ein nettes Video dazu gefunde, da erkennt man es auch ganz gut drauf :D

Bei späteren Schnorcheltouren hab ich dann lieber etwas Abstand gehalten zu dem netten Kerl :D
Allerdings schwimmen die da wirklich en masse rum und es gibt auch noch verschiedene Arten :D
Da werden ein / zwei weitere Fotos folgen ;)
_____

Generell läuft momentan vieles drunter und drüber, darum dauert es auch so lang, bis ich posten kann... Uni nimmt mich ein und privat bin ich auch sehr eingespannt, aber auch dazu gibts hoffentlich bald näheres :D
Ich bitte euch einfach um Geduld. Schaut ab und zu mal rein und freut euch auf Neues ;)

Grüßlies

Malediven - Das Paradies für 10 Tage

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Dies wird garantiert ein längerer Eintrag :D

Die Strapatzen waren wirklich lohnenswert!
am 17.09.2012 machten wir uns auf den Weg nach Mainz, nachdem wir bei meinen Eltern noch ein Abschiedsfrühstück eingenommen haben.
Dort holten wir Carola ab, die unser Auto vom Flughafen wieder mit nach hause nehmen sollte. Ziemlich kurzfristig kauften wir dort auch noch unsere Unterwasserkamera, weil mindestens genauso kurzfristig der Verkäufer des Unterwassergehäuses für die vorhandene Kamera storniert hatte -.-*
Im Nachhinein war es die beste Idee, die wir hatten, diese Kamera noch zu kaufen. Aber dazu später mehr ;)
Unser Flieger ging abends um 22:25Uhr.
Ich hasse fliegen und demnach hoch war mein Herzflattern :D
Das Flugzeug war total toll von Innen :D Ich bin noch nie mit einer großen Maschine geflogen. Unsere Fluggesellschaft: ETHIAD.
Platz für die Beine und auf den Sitzen lag eine Decke, Kopfhörer und ein Täschchen mit Augenmaske, Zahnbürste und -Pasta, sowie ein Paar Socken. 


Unser Stop: Abu Dhabi. Nachdem mir das Herz während des Starts ca. 7mal in die Hose gerutscht ist und ich meine Fingernägel in Thorstens Oberschenkel gebohrt habe, ging es dann aber auch^^
Sogar das Essen hat vorzüglich geschmeckt :D
Die FLugzeit hab ich mir mit Merida vertrieben und hab zu den Klängen von SnowPatrol geschlafen <3
Als wir in Abu Dhabi landeten und aus dem Flugzeug stiegen, klatschte es uns erstmal ins Gesicht.. Eine brüllende Hitze! Und das um 7:00Uhr morgens Ortszeit (+2std MEZ)
Es waren 36°C und mega schwül.

der ganze Flughafen ist ein Architekturwunder^^ teilweise wie in Star Wars :D

Der DutyFree Bereich in Abu Dhabi hat uns dann den Rest gegeben. Wie ein riiiiesiger Mediamarkt und Douglas-laden auf einmal :D Die 3std. Aufenthalt gingen da echt rasend um. Leider hab ich nix gekauft^^ ich war mal wieder so unentschlossen :D

Die 2. Maschine war dann so eine kleine Maschine, wie man sie vom Türkei-Urlaub kennt. Nochmal nen Start überleben...

 Kurz vor der Landung sah man dann schon überall die Inseln im Meer und das wunderschöne Farbspiel des Wassers *___* Gegen 14:20Uhr (+3std MEZ) sind wir gelandet. Auf einer Insel, die grade so groß war, dass man die Start- und Landebahn unterbringen konnte :D
Bei der Ankunft ging alles ganz schnell. Passkontrolle, Gepäck, Reiseleiter, rein ins Speedboot....
Speedboot... Wellengang... Ich war echt schon genug bedient an dem Tag, da schmissen uns die Wellen noch rauf und wir knallten auf der Wasseroberfläche auf. Ich dachte, ich sterbe jetzt, oder hänge in wenigen Sekunden über der Reeling :D
Das Positive daran: Es gab wunderschöne Inseln, Strände und das Gefühl, man fahre gerade durch das Paradies.
das ist die Hauptstadt Male... hier zeugt noch nichts von Paradies. Dort steht ein Haus neben dem anderen :(



Auf der Insel wurden wir mit Tee und erfrischenden Handtüchern begrüßt. Man läuft so über den Steg und sieht unter sich überall bunte Punkte im Wasser und kleine Haie schwimmen und hofft, dass einen jetzt niemand kneift und man aus diesem wunderschönen Traum aufwacht...

Dann betreten wir unseren Bungalow und ich kann nicht mehr atmen. DAS IST FÜR UNS?! Kaum zu glauben!

Ein Fenster im Boden?! Und darunter schwimmen tatsächlich Fische. Eine eigene kleine Terasse mit Deckchairs und eine Leiter, die direkt in den Indischen Ozean führt...
Man steht auf der Terasse und plötzlich merkt man, dass sich im Wasser überall etwas bewegt... Haie, Rochen, Fische...


Wir sind angekommen... Im Paradies...

(Fortsetzung folgt)